Extremer Ausdauersport schädigt das Herz

Dieser Mythos stimmt. Lange Zeit stritten sich die Ärzte darüber, ob die immer wieder auftauchenden Fälle des plötzlichen Herztodes bei Sportlern auf körperliche Erkrankungen oder genetische Faktoren zurückzuführen seien. Immer wieder kommt es vor, dass z.B. Fußballer tot auf dem Platz zusammensacken. Diese sind meistens optimal trainiert, haben Muskeln und kaum Fett. Dennoch trifft dieses Schicksal immer wieder Profisportler.

Inzwischen sind immer mehr Experten der Ansicht, dass diese Fälle oftmals durch die exzessive Ausübung von Ausdauersport begünstigt werden. Die Begründung ist demnach, dass das Herz von Extremsportlern oder intensiven Marathonläufern durch die Beansprungung größer wird (sog. Athletenherz oder Rinderherz, “Cor bovinum“). Diese Vergrößerung kann bedrohlich sein, weil im Gegensatz zum Herzmuskel nicht die Herzkranzgefäße im Körper mit wachsen.

Ein solches Herz kann teilweise bis zu 500 Gramm wiegen, was einen kritischen Wert nach Ansicht der Ärzte dastellt. Es kann einfach nicht mehr genügend mit Blut und Sauerstoff versorgt werden, weshalb es dann oftmals zum Kollaps kommt. Zudem kann das Gewebe rund um das Herz herum vernarben, was auf die Entstehung von freien Radikalen zurückzuführen ist.

Wenn allerdings ein Mensch 5 mal die Woche eine halbe Stunde joggen geht, ist dies absolut unbedenklich. Wie gesagt, die obigen Erkenntnisse beziehen sich nur auf Menschen, die exzessiv Ausdauersport betreiben. Näheres zu den genauen Auswirkungen auf das Herz können Sie in der Quellenangabe nachlesen.

Halloween ist ein heidnischer Trend aus den USA

Wenige Tage ist es her, als kleine Kinder in gruseligen Kostümen die Straßen und Wohngegenden unsicher machten: Am 31.10.2011 war Halloween, wie jedes Jahr! Seitdem Halloween in den 1990er Jahren in Deutschland kommerzialisiert wurde, muss sich das Fest und jene die es feiern, vermehrt Kritik anhören. Ein “blöder Trend aus den USA”, “unchristlich” oder “heidnisch” sei das Fest. Es habe mit der europäischen Kultur nichts gemein. Alles sei nur Kommerz und habe keine eigentliche historische Grundlage. Doch stimmen diese Aussagen tatsächlich? Wo hat Halloween seine Geschichte?

Ur-christliche Tradition

Das aktuelle Halloween wurde Ende des 19. Jahrhunderts durch irische Auswanderer in die USA gebracht. Mythos Nummer eins, wonach das Fest eine amerikanische Erfindung ist, ist somit widerlegt. Tatsächlich stammt der Brauch aus Europa.

Aus dem sehr alten Europa um genau zu sein. Die Wurzeln des Festes reichen sogar bis ins 11. Jahrhundert zurück. Dort wurde in Irland die Nacht vor Allerheiligen als Halloween gefeiert. Daher auch der heutige Name des Festes: “All Hallows, Eve(ning)“, zu Deutsch in etwa: “Der Vorabend von Allerheiligen”.

In der katholischen Kirche wird an Allerheiligen der verstorbenen Heiligen gedacht, am Tag darauf, an Allerseelen, der übrigen Verstorbenen. Diese Tradition gibt es quasi schon seit Anbeginn der katholischen Kirche.

“Süßes oder es gibt Saures” (engl.: “trick or treat”)

Doch was hat es mit den Verkleidungen und der Suche nach Süßigkeiten auf sich? Im alten Irland des 11. Jahrhunderst wurden an Allerseelen an Bettler Süßigkeiten ausgegeben (sogenannte “Seelenkuchen”). Es handelte sich hierbei traditionell um kleine Brote mit Johannisbeeren. Die Bettler freuten sich naturgemäß über die Gabe und versprachen im Gegenzug, für die Seelen der Verstorbenen zu beten.

Die gruseligen Kostüme und vor allem die mannigfaltigen Darstellungen des Kürbisses stammen aus einer alten irischen Sage, welche sich um den verstorbenen Jack O´Lantern dreht. Dieser soll mittels einer List die Hölle umgangen haben. Dummerweise standen ihm danach auch nicht mehr die Pforten zum Himmel offen, weshalb er dazu verdammt war, in aller Ewigkeit zwischen Himmel und Hölle umherzuwandern.

Laut Legende soll er hierbei eine ausgehöhlte Rübe mit einer Kerze darin bei sich getragen haben. Daher der Brauch mit den Fratzen und den Kürbissen.

Heute wurde das Fest zugegebenermaßen ziemlich kommerzialisiert. Doch ist dies bei Weihnachten und Ostern nicht genauso? Könnten sich christliche Fundamentalisten nicht genauso über den Hasen und die Eier aufregen? Tun sie wahrscheinlich auch.

Der Ursprung von Halloween reicht aber sehr weit zurück, das Fest hat somit in allen christlich geprägten Ländern seine Daseinsberechtigung, trotz der amerikanisierten Art des Feierns. Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten…

Zucker macht dick

Auch dies stimmt nur teilweise. Entscheidend darüber ob wir zu- oder abnehmen ist einzig und allein die Kalorienbilanz am Tag. Wenn wir mindestens so viel verbrennen, wie wir zu uns nehmen, können wir nicht zunehmen (Krankheiten sind davon ausgenommen). Diese Bilanz muss also ausgeglichen sein. Allerdings weiß man, dass Industriezucker schnell ins Blut geht und somit die Gefahr einer Zunahme erhöht. Besser ist hier das Süßen mit Naturzucker oder Fruchtzucker (Fructose). Wenn also die Kalorienbilanz stimmt und man dazu noch regelmäßig Sport macht, kann man sich hin und wieder auch einen Zuckersnack gönnen, ohne dabei automatisch zuzunehmen. Natürlich gilt hier wie bei allen Lebensmitteln: Zu viel schadet.

Rehe sind weibliche Hirsche

Falsch. Dieser Mythos wird auch als “Bambi-Lüge” bezeichnet. In Wahrheit sind Hirsche und Rehe zwei völlig verschiedene Spezies ohne dass man von ihrem Namen auf ein Geschlecht schließen könnte. So gibt es weibliche Hirsche genauso wie männliche Rehe.

Irrtümer über Brot

Es ist eines der Deutschen Lieblings-Nahrungsmittel: Das Brot. Es gibt es als Vollkornbrot, Weißbrot, Holzofenbrot, Pumpernickel und inzwischen auch Varianten mit Paprika, Karotten oder Zwiebeln darin. Während das Brot im Laufe der Geschichte noch eine Schlüsselrolle in der Ernährung einnahm (und in ärmeren Ländern bis heute einnimmt), nimmt dessen Bedeutung heutzutage scheinbar ab. Zu groß und vielfältig ist die Konkurrenz. So beliebt Brot auch sein mag, mit dem Verzehr verbreiteten sich auch diverse Irrtümer über das Backerzeugnis. Einige werden hier kurz dargestellt und analysiert.

Irrtum Nr. 1: Brot macht dick

Brot enthält sehr viele Kohlenhydrate, die verhältnismäßig stark sättigen. Das Sättigungsgefühl ist auch lang anhaltend, daher ideal als Mahlzeit. Dick macht das Brot per se aber nicht. Nur bei zuviel Brot (und somit zuvielen Kohlenhydraten), können Figurprobleme auftreten. Ernährungsexperten empfehlen einen Anteil an Getreide-Kohlenhydraten am Tag in einem Verhältnis zu 30%. Das bedeutet umgerechnet ca. 4-6 Scheiben Brot. Wenn zusätzlich Kartoffeln, Haferflocken oder ähnliches zu sich genommen wird, muss die Anzahl an Brot reduziert werden.

Zudem sättigt Vollkornbrot besser als Weißbrot, weil dieses im Verdauungstrackt in Zucker umgewandelt wird und nach dessen Abbau wieder neuen Hunger auslöst. Das Experiment kann jeder zuhause nachmachen: Einfach ein Stück Weißbrot so lange kauen, bis es regelrecht süß wird.

Irrtum Nr. 2: Knäckebrot macht schlank

Abgesehen davon, dass es keine Lebensmittel gibt, die “schlank machen”, erklären Experten die angeblich schlank machende Wirkung durch die geringe Dichte und das somit niedrige Gewicht des Knäckebrotes:

“Das getrocknete Knäckebrot enthält so gut wie kein Wasser und ist somit pures Vollkorn. Dadurch liefert es auf 100 Gramm über 300 Kilokalorien. Die gleiche Menge Roggenmischbrot kommt nur auf 210 Kalorien. Aber: Da Knäckebrot sehr leicht ist – das dünnste wiegt nur acht Gramm pro Standard-Scheibe –, müsste jemand zwölf Scheiben vertilgen, bis er auf 100 Gramm kommt. Das tut keiner – und daher rührt der Schlankeffekt” (Quelle siehe unten)

Irrtum Nr.3: Frisches Brot macht Bauchschmerzen

Auch das stimmt nicht. Dieser Mythos wird darauf zurückgeführt, dass vor allem Kinder das frische und klebrige Brot vor dem Schlucken zu wenig kauen. Das kann dann tatsächlich zu Verstimmungen im Magen führen, jedoch nicht unbedingt zu Bauchschmerzen. Auch wurde der Mythos früher gestreut, um den Brotkonsum in knappen Zeiten möglichst gering zu halten. Frisches Brot ist somit absolut unbedenklich.

Irrtum Nr. 4: Je dunkler das Brot desto gesünder

Das stimmt nur, wenn die dunkle Färbung tatsächlich von dem Mehl und dessen Kleie- und Schalenanteil her stammt. Allerdings wird gerade beim Brot oft auch Röstmalz eingesetzt, um es dunkler erscheinen zu lassen. In so einem Fall handelt es sich um einen “Etikettenschwindel”, der von der Gesundheit her nicht mit echtem Vollkornbrot mithalten kann. Ansonsten stimmt die Behauptung, je dunkler desto gesünder.

Irrtum Nr.5: Brot vom Discounter ist schlecht

Das trifft nicht zu. Zwar hält sich traditionelles Brot vom Bäcker oft länger, am Tage des Kaufs ist aber auch das Brot von Backshops und Discountern durchaus lecker. Brot nach traditionellen Rezepten ist eigens auf Haltbarkeit ausgerichtet, weshalb es auch noch am nächsten Tage frisch schmeckt, was bei Discountern oft nicht der Fall ist. Pauschal sagen lässt sich dies aber heutzutage auch nicht mehr, da es auch Discounter gibt, die ohne Geschmacksverstärker und Stabilisatoren “traditionell” backen. Genauso wie es traditionelle Bäcker gibt, die sich den Teig anliefern lassen und nicht mehr selber produzieren, sondern die Backprodukte nur noch in den Stuben aufbacken.

Quelle: Artikel auf Focus-Online vom 30.08.2011

Aktien sind eine schlechte Geldanlage

Jeder kennt die Stammtischweißheiten, wonach das Geld auf einem Spar- oder Tagesgeldkonto besonders sicher und lukrativ sei. Aktien hingegen seien höchst gefährlich und nur etwas für Zocker. Das Risiko des Totalverlusts bestehe und käme deshalb nicht in Frage. Wie so oft hat die Medaille aber zwei Seiten. Alle die ihr Geld derzeit anlegen möchten, können beinahe auf jeder Nachrichtenseite Tipps und Tricks zur richtigen Geldanlage in der aktuellen Krise nachlesen.

Oftmals stammen diese Aussagen von “Experten”. Was sich aber kaum jemand zu sagen traut: Gerade jetzt in der Krise werden Millionäre gemacht bzw. die Grundsteine für gute Anlagen gelegt. Aktien sind per se keine schlechte Geldanlage. Es sind Sachwerte wie ein Haus oder andere Gegenstände, die gewissen Wertschwankungen unterliegen. Das macht sie noch lange nicht zu einer schlechten Geldanlage. Dahingehend stimmt der Mythos nicht. Für jemanden der sich für seine Finanzen aber nicht interessiert, sind Aktien eine schlechte Wahl, da man sie bzw. das Portfolio auch pflegen muss. Für diese stimmt der Mythos. Die Gründe hierfür siehe in beigefügter Übersicht von Pro und Kontra von Aktien und anderen Anlagen.

Aktien haben ihre Vor- und Nachteile, genau wie auch ein Tagesgeldkonto seine Vor-und Nachteile hat oder wenn man das Geld in den “Sparstrumpf” packt. In dieser kleinen Übersicht habe ich die Vor- und Nachteile der Anlageformen einmal zusammengefasst.

Generell kann man Anlageformen nicht ohne weiteres verteufeln oder als besser oder gar perfekt bewerten. Am Sparen mit Aktien ist aber nichts unmoralisch, da man im Prinzip sich im Mittelstand an Firmen beteiligt. Durch Tagesgeldkonten beteiligt man sich schließlich auch an Unternehmen, nur sind dies eben Banken. Und das zu niedrigen Zinsen und keinen Dividendenzahlungen.

Insgesamt kann man sagen, dass der Aktienhandel grundsätzlich interessant ist. Für Unentschlossene empfiehlt sich jedoch ein kostenloses Musterdepot mit virtuellem Spielgeld ohne Risiko und die Infobeschaffung auf einschlägigen Seiten. Blauäugig und ahnungslos sollte sich niemand an Aktien wagen. Zumindest ein Grundinteresse für die eigenen Finanzen sollte schon vorhanden sein.

Und gerade in Zeiten von Euro-Turbulenzen sollen Sachwerte ohnehin wieder sehr gefragt sein…

Kleines Fallbeispiel zum Thema Aktien zum Abschluss:

Die Aktie von BMW stand während der globalen Finanzkrise Ende 2008 / Anfang 2009 bei ca. 22 Euro je Aktie, teilweise sogar darunter. Im Juli 2011 war die Aktie teilweise bei 76 Euro.

Beispielsrechnung:

Hätte man in der Finanzkrise damals den Mut gehabt und 3000 Euro in diese Aktien investiert, hätte man ca. 136 BMW-Aktien für sein Geld bekommen. Hätte man diese dann dieses Jahr im Juli verkauft, hätte man 10336 Euro auf dem Konto gehabt. Hinzukommen dann noch 176 Euro an jährlichen Dividendenzahlungen zum Stichtag. Man hat sein Geld somit mehr als verdreifacht. Und das in ca 1,5 Jahren. Den jährlichen Ertrag kann sich jeder selbst ausrechnen. Das Gedankenspiel kann man dann natürlich mit Beträgen von 40000 Euro weiterspinnen. Aus diesen wären dann weit über 120000 Euro geworden, das ist mehr als eine Rentenversicherung mit Einmalauszahlung, welche die Leute teils über 30 Jahre hinweg ansparen! Ist dies nun eine schlechte Geldanlage?

Derzeit ist der Kurs der BMW-Aktie (um bei dem Beispiel zu bleiben) bei 51 Euro (Stand: 23.08.2011, 18:30 Uhr). Das Kursziel der Aktie wird von Analysten auf 123 Euro gesetzt. Nun kann man natürlich nie wissen, wann und ob dieses Ziel erreicht wird. Wenn dies jedoch der Fall ist, hat man sein investiertes Geld wenn man jetzt einsteigt mehr als verdoppelt. Manche sitzen in diesem Falle dann eben mit am Tisch, andere freuen sich über die kleinen Krümel in Form von Tagesgeldzinsen.

Letztere sind aber unter Umständen beruhigter und brauchen weniger Nerven wie Drahtseile. Wie gesagt, hat alles seine Vor- und Nachteile.

Kiffen macht dumm

Etwas krass ausgedrückt, aber durchaus korrekt. Was Polizeibeamte oder Menschen, die in intensivem Kontakt mit Drogenkonsumenten stehen (z.B. Mitarbeiter der Drogenhilfe), alleine aufgrund ihrer beruflichen Erfahrungen schon immer wussten, wird nun auch wissenschaftlich unterstützt: Eine aktuelle Langzeitstudie der amerikanischen Duke-University , welche sich über die vergangenen 40 Jahre erstreckte, ergab, dass der Konsum von Cannabis-Produkten tatsächlich den IQ (Intelligenzquotienten) messbar mindert, träge und antriebslos macht. Beobachtet wurden hierbei insgesamt 1004 Testpersonen über o.g. Zeitrahmen. Besonders gravierend waren die Folgen bei Konsum in der Jugendzeit, also in genau der Zeit, wenn das Gehirn noch nicht endgültig ausgewachsen ist.

Zwar gab es schon längere Zeit den Verdacht, dass sich Marihuana-Konsum negativ auf die kognitiven Fähigkeiten des Menschen auswirkt, bislang fehlten aber stichhaltige wissenschaftliche Nachweise. Gerade die Generation “Lammbock“, welche eher unbedarft mit dem Thema Betäubungsmittel umgeht, waren mit diesen Moralappellen und der Drogenaufklärung bislang nicht erreichbar. Die Auswirkungen des Suchtstoffes Tetrahydrocannabinol (THC) im Cannabis gelten in der Szene nach wie vor oft als unbedenklich.

Kiffen galt und gilt in manchen Kreisen noch immer als “hipp” und cool. Auch nach dieser neuen Studie wird sich dies wahrscheinlich nicht ändern.