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Mythen und populäre Irrtümer

Spinat enthält viel Eisen

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Dass dieser Mythos falsch ist, dürfte sich inzwischen herumgesprochen haben. Im Interesse kommender Generationen soll er hier aber trotzdem nochmals aufgegriffen werden, um auch die oder den Letzten zu erreichen. Das Gerücht stammt aus einem Messfehler eines Schweizer Biologen Ende des 19. Jahrhunderts. Dieser untersuchte 100g getrocknetes Spinat-Konzentrat auf seine Inhaltsstoffe und stellte mit 35 mg einen tatsächlich sehr hohen Eisenwert fest. Bei der Verwendung dieses Ergebnisses kam es danach zu Fehlern. Das Messergebnis wurde in den Folgejahren für Spinat generell, also auch in seiner Blattform, angenommen.

Spätere wissenschaftliche Überprüfungen ergaben jedoch, dass 100g normaler Spinat lediglich 3,5 mg Eisen enthält, was in etwa so viel ist wie anderes Gemüse auch, also verhältnismäßig wenig wenn man zudem bedenkt, dass Blattgemüse meist zu ca. 90 % aus Wasser besteht.

Einen positiven Aspekt hatte dieser Interpretationsfehler allerdings: Ohne ihn hätte es Anfang des 20. Jahrhunderts niemals die erfolgreiche Zeichentrickserie “Popeye” gegeben, welcher durch den Konsum von Spinat Bärenkräfte erhielt. Im Nachhinein hätte ihm das Ablecken des Dosendeckels wahrscheinlich mehr Eisen geliefert, als der Spinat selbst.

Quelle: Sendung “Abenteuer Leben”, Thema: Ernährungslügen; Kabel 1, 24.02.2009, 22.15 Uhr

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