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Mythen und populäre Irrtümer

Moderne Jugendliche sind verschwenderisch

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Konsum um jeden Preis?

Hartnäckig hält sich die Ansicht, dass Jugendliche in der heutigen Zeit auf sehr großem Fuß und sehr verschwenderisch leben. So besagt der Mythos, dass sie sehr häufig auf teures und bequemes Fast-Food zurückgreifen, sich gerne bei Starbucks einen 5 Euro-Kaffee leisten, immer das neueste IPhone brauchen und am Wochenende dreistellige Beträge in Diskos und Bars liegen lassen. Offenbar handelt es sich hierbei jedoch nicht ganz um die Wahrheit. Der Mythos scheint somit falsch.

Eine aktuelle Studie*, welche durch den WDR in Auftrag gegeben wurde, kommt zu einer gänzlich anderen Einschätzung. Demnach gaben 80 Prozent der befragten Jugendlichen an, dass man beispeilsweise nicht früh genug mit der Altersvorsorge anfangen könne. Aussagen wie diese passen überhaupt nicht zu der Ansicht einer egoistisch-hedonistisch geprägten Jugend. Ebenfalls beliebt bei den jungen Leuten: Sparen. Von einem Von-der-Hand-in-den-Mund-leben von Jugendlichen auch hier keine Spur. Die Studie ergab sogar, dass sich die Jugendlichen im Vergleich zum Rest der Bevölkerung überdurchschnittlich gerne mit dem Thema Geld und Finanzen befassen und darin sogar recht kundig sind. Nach Angaben der Initiatoren stellt die Studie die erste zuverlässige Studie dieser Art dar.


*Eckpunkte der Studie “Ohne Moos nix los – Wie junge Menschen über Geld und Finanzen denken“des WDR: Befragt wurden 1017 Jugendliche und junge Menschen im Alter von 14-29 Jahren in Nordrhein-Westfalen. Die Ergebnisse wurden den Ergebnissen der Befragung des Restes der Bevölkerung NRWs gegenübergestellt, woraus sich dann Schlussfolgerungen für den Rest Deutschlands ableiten lassen sollen.

Man sieht also: Ganz so düster steht es um die Jugend Deutschlands dann doch nicht.

Quelle: Artikel auf Focus-Online vom 11.08.2011

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