Gesundheitsgefahr durch Plastikwasser?

Wissenschaftlich noch nicht zureichend geklärt ist, ob das Trinken von Wasser aus PET-Flaschen Krebs auslösen kann oder sogar zu Impotenz und Verweiblichung bei Männern führen kann. Somit ist der Wahrheitsgehalt dieses Mythos schwer zu beurteilen. Lassen wir den Mythos also als “ungeklärt” mit einer kleinen Tendenz zu “wahr” stehen. Wie in einem älteren Artikel bereits berichtet wurde, besteht tatsächlich die Möglichkeit, dass durch längere Lagerung des Wassers Weichmacher aus der Flasche ins Wasser gelangen können und dort hormonartige Wirkung beim Menschen entfalten können, die unter Umständen ein Krebswachstum begünstigen.

Daher sollte auch die direkte Sonneneinstrahlung auf die PET-Flaschen möglichst verhindert werden (Hinweis an alle Freibad- und Strandbesucher!), da unter diesen Bedingungen die Stoffe besonders gut ausgelöst werden.

Besonders der Stoff Acetaldehyd steht vermehrt in der Kritik besorgter Verbraucherschützer. Das Vorhandensein dieses Stoffes erkennt man übrigends an einem süßlich-fruchtigen Beigeschmack bzw. Geruch des Flaschenwassers. Seitens der Fabrikanten solcher Flaschen wird immer die Unbedenklichkeit propagiert. Dennoch wird gleichzeitig an alternativen PET-Flaschen mit einer dünnen Glasschicht im Innenbereich gearbeitet, die das Ausschwemmen der Stoffe in die Flüssigkeit verhindern soll. Diese Alternativen sind aber noch im Versuchsstadium.

Es gibt allerdings auch Testergebnisse, die tatsächlich das messbare Vorhandensein solcher Stoffe bestätigen, je nach Wassermarke in unterschiedlicher Konzentration. Letztendlich muss sich wieder einmal jeder selbst entscheiden, was man nun glaubt und was nicht. Dass Plastik generell aber in der Regel sowohl ökologisch als auch gesundheitlich nicht als optimal zu betrachten ist, sollte jedem klar sein.