Kiffen macht dumm

Etwas krass ausgedrückt, aber durchaus korrekt. Was Polizeibeamte oder Menschen, die in intensivem Kontakt mit Drogenkonsumenten stehen (z.B. Mitarbeiter der Drogenhilfe), alleine aufgrund ihrer beruflichen Erfahrungen schon immer wussten, wird nun auch wissenschaftlich unterstützt: Eine aktuelle Langzeitstudie der amerikanischen Duke-University , welche sich über die vergangenen 40 Jahre erstreckte, ergab, dass der Konsum von Cannabis-Produkten tatsächlich den IQ (Intelligenzquotienten) messbar mindert, träge und antriebslos macht. Beobachtet wurden hierbei insgesamt 1004 Testpersonen über o.g. Zeitrahmen. Besonders gravierend waren die Folgen bei Konsum in der Jugendzeit, also in genau der Zeit, wenn das Gehirn noch nicht endgültig ausgewachsen ist.

Zwar gab es schon längere Zeit den Verdacht, dass sich Marihuana-Konsum negativ auf die kognitiven Fähigkeiten des Menschen auswirkt, bislang fehlten aber stichhaltige wissenschaftliche Nachweise. Gerade die Generation “Lammbock“, welche eher unbedarft mit dem Thema Betäubungsmittel umgeht, waren mit diesen Moralappellen und der Drogenaufklärung bislang nicht erreichbar. Die Auswirkungen des Suchtstoffes Tetrahydrocannabinol (THC) im Cannabis gelten in der Szene nach wie vor oft als unbedenklich.

Kiffen galt und gilt in manchen Kreisen noch immer als “hipp” und cool. Auch nach dieser neuen Studie wird sich dies wahrscheinlich nicht ändern.