Es gibt ein generelles Rückgaberecht

Dieser Mythos ist ebenfalls falsch. Ein Rückgaberecht gibt es nur, wenn der Kunde die Ware zuvor nicht selbst anprobieren / begutachten konnte. Dies ist beispielsweise bei Käufen über das Internet oder Katalogbestellungen der Fall. Nur in diesen Fällen kann der Kunde die Ware innerhalb einer Frist von 14 Tagen zurückgeben und dies ohne Angabe von Gründen. Beim örtlichen Klamottenladen um die Ecke basiert die Rückgabe ausschließlich auf der Kulanz des Verkäufers. Einen Rechtsanspruch hierauf hat der Kunde nicht!

Der Preis an der Ware gilt

Klar, wenn man beispielsweise einen Joghurt für 45 Cent im Kühlregal mitnehmen und an der Kasse bezahlen will, geht man davon aus, dass der aufgedruckte Preis der wahre Preis ist. Diese Fehleinschätzung im Bereich des Kaufrechts ist aber falsch.

Tatsächlich gilt der Preis, den die Kassiererin im Kassenbereich anzeigt/angibt. Der Kunde kann sich dann rechtlich noch dazu entscheiden, vom Kauf ggf. zurückzutreten. Ein aufgedruckter Preis ist nämlich rechtlich betrachtet nur die Aufforderung, ein bestimmtes Kaufangebot an der Kasse zu unterbreiten. Weicht der tatsächliche Preis von dem “angebotenen” ab, kann der Kunde die Transaktion beenden und muss keineswegs die Ware zum höheren Preis mitnehmen.

Andererseits kann der Kunde aber auch nicht den geringeren Preis verlangen und dies rechtlich durchsetzen. Dies hängt dann von der Kulanz des Geschäfts ab.