Extremer Ausdauersport schädigt das Herz

Dieser Mythos stimmt. Lange Zeit stritten sich die Ärzte darüber, ob die immer wieder auftauchenden Fälle des plötzlichen Herztodes bei Sportlern auf körperliche Erkrankungen oder genetische Faktoren zurückzuführen seien. Immer wieder kommt es vor, dass z.B. Fußballer tot auf dem Platz zusammensacken. Diese sind meistens optimal trainiert, haben Muskeln und kaum Fett. Dennoch trifft dieses Schicksal immer wieder Profisportler.

Inzwischen sind immer mehr Experten der Ansicht, dass diese Fälle oftmals durch die exzessive Ausübung von Ausdauersport begünstigt werden. Die Begründung ist demnach, dass das Herz von Extremsportlern oder intensiven Marathonläufern durch die Beansprungung größer wird (sog. Athletenherz oder Rinderherz, “Cor bovinum“). Diese Vergrößerung kann bedrohlich sein, weil im Gegensatz zum Herzmuskel nicht die Herzkranzgefäße im Körper mit wachsen.

Ein solches Herz kann teilweise bis zu 500 Gramm wiegen, was einen kritischen Wert nach Ansicht der Ärzte dastellt. Es kann einfach nicht mehr genügend mit Blut und Sauerstoff versorgt werden, weshalb es dann oftmals zum Kollaps kommt. Zudem kann das Gewebe rund um das Herz herum vernarben, was auf die Entstehung von freien Radikalen zurückzuführen ist.

Wenn allerdings ein Mensch 5 mal die Woche eine halbe Stunde joggen geht, ist dies absolut unbedenklich. Wie gesagt, die obigen Erkenntnisse beziehen sich nur auf Menschen, die exzessiv Ausdauersport betreiben. Näheres zu den genauen Auswirkungen auf das Herz können Sie in der Quellenangabe nachlesen.