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Ernährung

 

Mythen:

1. "Fast Food ist ungesund"...click

2. "Wer spät abends was isst, nimmt schneller zu"...click

3. "Alkoholaufnahme hält warm"...click

4. "Bio-Nahrung ist gesünder als konventionelle Nahrung"...click

5. "Spinat enthält viel Eisen"...click

6. "Süßstoffe können dick machen"...click

7. "Ein Tomate-Mozzarella-Salat ist ein ideales Diätessen"...click

8. "Butter ist ungesund"...click

9. "Fünf Mal Rohkost die Woche ist gesund"...click

10. "Vitaminpillen sind gesund"...click

11. "Schnaps hilft beim Verdauen"...click

12. "Kaffee trinken hilft gegen Alkohol"...click

13. "Allein die Kalorienanzahl bestimmt ob wir zu- oder abnehmen "...click

14. "Kartoffeln und Brot machen dick "...click

15. "Obst macht nicht dick, man darf so viel davon essen wie man will "...click

16. "Obst und Gemüse verliert immer mehr an Vitaminen und Mineralstoffen"...click

17. "Grüner Blattsalat ist sehr gesund"...click

18. "Das Wort "Sushi" bezeichnet rohen Fisch"...click


 

1. "Fast Food ist ungesund!"

Falsch! Wenn man objektiv und unideologisch die Inhaltsstoffe von Big Mäc und Co analysiert, ergeben sich keinerlei Hinweise auf eine gesundheitsgefährdende Wirkung. Im Endeffekt gibt es keinen Unterschied zwischen einem Hamburger und einem Menü in einem Restaurant. Ganz im Gegenteil: Die beim Hamburger verwendeten Zutaten sind frisch (müssen frisch sein...) und auch die Fleischqualität muss stimmen, da es sich solche Großkonzerne nicht erlauben können, einen Skandal (und eventuelle Schadensersatzansprüche) durch mangelhafte Qualität bzw. eine Gesundheitsgefährdung durch Konsum der Burger zu riskieren. Lediglich der Fettgehalt ist in Relation zu den anderen Inhaltsstoffen leicht erhöht, was den Hamburger jedoch nicht ungesund macht, sondern lediglich etwas fetthaltiger. Wie immer ist dies nur eine Frage der richtigen Dosierung und Häufigkeit des Fast-Food Konsums. Jemand der täglich ein qualitativ hochwertiges 4-Gänge-Menü mit entsprechenden Kalorien verzehrt, nimmt auch zu, genau dies ist auch bei Fast-Food der Fall. Auch die Konzerne selbst erkennen dieses Image-Problem und versuchen mit gezielten Kampagnen (siehe jüngst Mc Donalds) dem Konzern einen grüneren Anstrich zu verpassen, was sicherlich anhand des allgegenwärtigen oben genannten Vorurteils auch nachvollziehbar ist.

Hintergrund für die populären Attacken gegen Burger-King und Co. dürften vielmehr ideologische Konflikte (aus gewisser politischer Richtung) mit der Art und Herstellung bzw. mit der vermeintlichen Ressourcenverschwendung bei der Herstellung und dem Vertrieb (weltweite Filialen) der Burger sein. Somit ist es für viele politisch nicht korrekt, bei Fast-Food-Tempeln zu essen. Als rationale Legitimation wird dann stets eine gesundheitsgefährdende Wirkung erfunden und an die fettleibigen Amerikaner als unumstößlicher Beweis verwiesen. Dies mit dem Ziel der Stimmungsmache gegen die ach so bösen Großkonzerne, die unsere Welt in den Abgrund reißen. Am Nährwertgehalt der Burger ändert dies alles jedoch nichts, die pauschale Behauptung (gilt auch in Bezug auf Döner und Co.) stimmt also nicht.

Quelle: Walter Krämer und Götz Trenkler: "Lexikon der populären Irrtümer", Eichborn-Verlag, 3. Auflage 1996, Frankfurt am Main

2. "Wer spät abends was isst, nimmt schneller zu!"

Falsch! Eigentlich erstaunlich, dass sich solch ein Irrtum auch so hartnäckig hält. Einzig und alleine ausschlaggebend für eine Gewichtszu- oder abnahme ist die über den Tag zugeführte Menge an Kalorien und Fett. Dem Körper ist es dabei völlig egal, zu welcher Zeit die Kalorien zugeführt werden. Wissenschaftlich gibt es keine Anhaltspunkte dafür, dass Nachts mehr Kalorien in Fettdepots abgelagert werden, als tagsüber. Es macht somit keinen Unterschied ob eine gleichbleibende Menge an Kalorien tagsüber oder Nachts eingenommen wird. Lediglich wenn man sich am nächsten Morgen wiegt, kann es sein, dass man mehr wiegt, was jedoch nicht heißt, dass man zugenommen hat, da einfach der Zeitabstand zwischen Essen und wiegen geringer ausfällt.

Wenn dieses Vorurteil stimmen würde, wären wahrscheinlich alle Italiener, Griechen, Spanier und teilweise Franzosen hoffnungslos fettleibig, weil in diesen Ländern grundsätzlich erst gegen 21.00 - 22.00 Uhr gegessen wird. Der Mythos stimmt somit nicht.

Quelle: Walter Krämer und Götz Trenkler: "Lexikon der populären Irrtümer", Eichborn-Verlag, 3. Auflage 1996, Frankfurt am Main

3. "Alkoholaufnahme hält warm!"

Falsch! Klar logisch: Wer Schnaps oder Hochprozentiges trinkt, der spürt stets ein subjektiv wärmendes Gefühl im Magen. Dieses Gefühl jedoch bewirkt objektiv keine Erwärmung des Körpers. Im Extremfall (z.B. in besonders kalten Wintern) kann dies durch die durch Alkohol verursachte Erweiterung der Blutgefäße sogar zu einer Erfrierung führen, da das Blut vermehrt in die Extremitäten bzw. in Richtung Körperoberfläche fließt, was eine Abkühlung des Gesamtorganismus mit sich bringt. Somit ist es höchst fahrlässig, wenn Obdachlose in kalten Wintern ihre Körper zusätzlich mit Alkohol abschwächen.

Quelle: Walter Krämer und Götz Trenkler: "Lexikon der populären Irrtümer", Eichborn-Verlag, 3. Auflage 1996, Frankfurt am Main

4. "Bio-Nahrung ist gesünder als konventionelle Nahrung!"

Falsch! Es gibt wissenschaftlich keinen Nachweis dafür, dass von konventionellen Lebensmitteln eine höhere Gesundheitsgefahr ausgeht, als von Bio-Lebensmitteln. So stelle bereits die Stiftung Warentest in den 90er Jahren fest, dass Lebensmittelchemiker nicht in der Lage seien, Bio-Mehl von konventionellem Mehl zu unterscheiden. Ähnliches gilt für Gemüse und dessen Nährstoffe. Auch bestimmen weniger die Art des Anbaus und vielmehr der Standort, die Sorte, die Sonneneinstrahlung, die Jahreszeit und die Bodenbeschaffenheit, welche Nährstoffkonzentration letztendlich in einem Gemüse landet. Auch das Argument mit den Schadstoffen und Pestiziden stimmt nicht uneingeschränkt, da auch in der Natur Gifte vorkommen (z.B. Blausäure in Pflanzensamen), die sich dann in Bio-Gemüse wiederfinden.

Quelle: Walter Krämer und Götz Trenkler: "Lexikon der populären Irrtümer", Eichborn-Verlag, 3. Auflage 1996, Frankfurt am Main

5. "Spinat enthält viel Eisen!"

Dass dieser Mythos falsch ist, dürfte sich inzwischen herumgesprochen haben. Im Interesse kommender Generationen soll er hier aber trotzdem nochmals aufgegriffen werden, um auch die oder den Letzten zu erreichen. Das Gerücht stammt aus einem Messfehler eines Schweizer Biologen Ende des 19. Jahrhunderts. Dieser untersuchte 100g getrocknetes Spinat-Konzentrat auf seine Inhaltsstoffe und stellte mit 35 mg einen tatsächlich sehr hohen Eisenwert fest. Bei der Verwendung dieses Ergebnisses kam es danach zu Fehlern. Das Messergebnis wurde in den Folgejahren für Spinat generell, also auch in seiner Blattform, angenommen. Spätere wissenschaftliche Überprüfungen ergaben jedoch, dass 100g normaler Spinat lediglich 3,5 mg Eisen enthält, was in etwa so viel ist wie anderes Gemüse auch, also verhältnismäßig wenig wenn man zudem bedenkt, dass Blattgemüse meist zu ca. 90 % aus Wasser besteht.

Einen positiven Aspekt hatte dieser Interpretationsfehler allerdings: Ohne ihn hätte es Anfang des 20. Jahrhunderts niemals die erfolgreiche Zeichentrickserie "Popeye" gegeben, welcher durch den Konsum von Spinat Bärenkräfte erhielt. Im Nachhinein hätte ihm das Ablecken des Dosendeckels wahrscheinlich mehr Eisen geliefert, als das Spinat selbst.

Quelle: Sendung "Abenteuer Leben", Thema: Ernährungslügen; Kabel 1, 24.02.2009, 22.15 Uhr

6. "Süßstoffe können dick machen!"

Nicht eindeutig geklärt! Süßstoffe und Zuckeraustauschstoffe schmecken süß, enthalten aber logischerweise selbst keinen Zucker. Problem ist, dass es über die Folgen von Süßstoff-Konsum unterschiedliche Auffassungen und wissenschaftliche Studien gibt. Die eine Seite vertritt folgende Ansicht:

  • Süßstoffe machen dick, weil sie Heißhunger auf "echten Zucker" fördern. Belegt wird diese These mit Untersuchungen, die ergaben, dass nach dem Konsum von Süßstoff die Zunge die Information "süß" an das Gehirn meldet. Dieses verbindet damit die Folge "es kommt Zucker" und gibt dies an die Bauchspeicheldrüse weiter. Diese schüttet dann vermehrt Insulin aus. Insulin hat im Körper die Aufgabe, Zucker abzubauen und den Blutzuckerspiegel sinken zu lassen. Nun kommt aber gar kein Zucker, das Insulin ist aber trotzdem ausgeschüttet worden. Folge ist ein Heißhunger auf echten Zucker, der unter Umständen eine auf Süßstoffe vertrauende Diät gefährdet, da sich der Organismus nun mal nicht täuschen lässt.

Quelle: Sendung "Abenteuer Leben", Thema: Ernährungslügen; Kabel 1, 24.02.2009, 22.15 Uhr

Aber ebenso wird die andere Ansicht vertreten:

  • Süßstoffe beeinflussen die Insulinausschüttung im Körper nicht. Solch ein Zusammenhang soll wissenschaftlich nie bewiesen worden sein und wenn, dann lagen methodische Fehler bei der Versuchsdurchführung vor.

Im Endeffekt ist man als Laie natürlich wieder einmal der Depp. Glaubt man der einen Seite, kann dies falsch sein, genau wie der anderen Seite. Auch nach dem üblichen Schema "wem nützt was" vorzugehen fällt schwer, da es sowohl eine Zucker- als auch eine Süßstoff-Industrie gibt. Ich für meinen Teil löse das Problem durch einen maßvollen, dafür aber bewusst genießerischen Konsum von echtem Zucker. Denn man kann auch bei bewusstem Konsum von normalem Zucker schlank bleiben, ohne auf die Chemie-Stoffe angewiesen zu sein (gilt natürlich nicht für Diabetes-Kranke).

Ein in der EU noch nicht zugelassenes Süßungsmittel könnte dieses Problem in Zukunft aber lösen: So wird "Stevia" schon länger in verschiedenen Ländern Asiens (in Japan seit 25 Jahren), den USA und vielen anderen Staaten, als Zucker- und Süßstoff-Ersatz angewandt. Vorteile: Ca. 300 mal süßer als Zucker, Stevia ist 100% pflanzlich und absolut kalorienfrei, verhindert die Bildung von Zahnstein und senkt den Blutdruck. Böse Zungen behaupten, dass die Zucker- und Süßstoffindustrie die Einführung in der EU absichtlich behindern, da sie in ihr eine existentielle Bedrohung sehen und Zeit benötigen, sich auf das neue Mittel einzustellen. Das Nachrichtenmagazin "Stern" veröffentlichte zum Thema Stevia einen interessanten Beitrag auf ihrer Webseite. Demnach dürfte wohl im Frühjahr 2010 endlich eine Einführung in der EU erfolgen. Ob dies den Diät- und Diabetesmarkt revolutionieren wird, bleibt abzuwarten.

Weitere Quelle: Focus-Online 06.03.2009

7. "Ein Tomate-Mozzarella-Salat ist ein ideales Diätessen!"

Falsch! Der Grund hierfür liegt natürlich nicht an den Tomaten. Auch der Balsamico-Essig ist in diesen geringen Mengen recht harmlos. Problematisch ist aber der Mozzarella selbst. Dieser besteht meistens aus Büffelmilch und hat einen Fettanteil von ca. 50 %. Seinen Namen erhielt der Mozzarella vom italienischen "mozzare", was soviel heißt wie "abziehen". Dies bezieht sich auf die Herstellungsweise des Käse, der kugelförmig von einem großen wabberigen Käsekörper abgezogen und anschließend in Salzflüssigkeit gegeben wird. Wer also viel von o.g. Salat verspeist, darf sich nicht wundern, wenn die erhofften Abnehmerfolge ausbleiben. Gesund ist so ein Salat in Maßen jedoch allemal und lecker noch obendrein.

Quelle: Sendung "Abenteuer Leben", Thema: Ernährungslügen; Kabel 1, 24.02.2009, 22.15 Uhr

8. "Butter ist ungesund!"

Margarine ist doch viel gesünder denken sich viele Leute. Falsch! Butter enthält viele wichtige Vitamine, darunter besonders Vitamin A, D und E. Butter besteht aus nahezu 100 % tierischen Fetten und sollte daher natürlich in Maßen genossen werden. Ca. 30g pro Erwachsener am Tag sind hierbei ideal. Margarine im Gegenzug besteht aus pflanzlichen Fetten, bei ihrer Verarbeitung entstehen jedoch unter Umständen Transfettsäuren, die in der Natur so nicht vorkommen. Diese können unter Umständen das Herzinfarkt-Risiko erhöhen.

Quelle: Sendung "Abenteuer Leben", Thema: Ernährungslügen; Kabel 1, 24.02.2009, 22.15 Uhr

9. "5 x Rohkost die Woche ist gesund!"

Falsch! Auch wenn es viele fast religiöse Verehrer der Rohkost nicht wahrhaben wollen: Der menschliche Verdauungsapparat hat sich im Laufe der Evolution auf warmes und gekochtes Essen eingestellt. Die Folge ist, dass der Körper rohes Gemüse nicht (mehr) optimal verarbeiten kann. Dies kann bei gewissen Mengen unter Umständen zu Blähungen oder Magenschmerzen führen (z.B. bei Salat spät Abends). Natürlich ist auch rohes Gemüse gesund, sollte aber stets in Maßen genossen werden. Die pauschale Empfehlung 5 x die Woche ist aber unter ernährungsphysiologischen Gesichtspunkten falsch.

Quelle: Sendung "Abenteuer Leben", Thema: Ernährungslügen; Kabel 1, 24.02.2009, 22.15 Uhr

10. "Vitaminpillen sind gesund!"

Auch dieses Märchen stimmt nicht. Gerade in Großstädten bei zeitgeplagten Arbeitnehmern ist in den letzten Jahren ein Trend zu den runden Alleskönnern festzustellen. Der Apfel oder die Banane wird durch eine Pille ersetzt. Problematisch hierbei ist, dass diese Pillen oft künstliche Vitamine enthalten. So auch künstliches Beta-Karotin, von welchem angenommen wird, dass es krebserregend wirkt. Zudem wird vielfach nicht beachtet, dass man durch eine halbwegs ausgewogene Ernährung heutzutage, auf eine zusätzliche Zufuhr an Vitaminen weitestgehend verzichten kann, theoretisch auch auf Obst. So kann selbst Essen in den vielfach ideologisch gebranntmarkten Fast-Food-Restaurants den Tagesbedarf an Vitaminen gänzlich decken. Folge des Pillenkonsums könnte somit eine Überdosierung an Vitaminen sein, welche unter Umständen Gesundheitsrisiken mit sich bringt und zudem höchst wider die Natur ist.

Quelle: Sendung "Abenteuer Leben", Thema: Ernährungslügen; Kabel 1, 24.02.2009, 22.15 Uhr

11. "Schnaps hilft beim Verdauen!"

Leider nicht! Schnaps verursacht lediglich ein wärmendes Gefühl im Magen, trägt aber in keinster Weise zu einer schnelleren Verdauung bei. Durch den hohen Alkoholgehalt und die zusätzlich aufgenommenen Kalorien behindert er sie sogar eher. Tatsächlich bei der Verdauung helfen Espresso oder Kaffee, da deren enthaltene Gerbsäure die Verdauung anregen.

Quelle: Sendung "Abenteuer Leben", Thema: Ernährungslügen; Kabel 1, 24.02.2009, 22.15 Uhr

12. "Kaffee trinken hilft gegen Alkohol."

Falsch! Bei diesem Mythos handelt es sich schlicht und einfach um falsch interpretierte Körpersignale: Wenn wir betrunken sind, stellt sich meist zeitgleich eine gewisse Müdigkeit ein. Trinken wir nun Kaffee, vertreibt dieser die Müdigkeit, allerdings bleiben die alkoholbedingten Ausfälle. Subjektiv scheint es dann so, als habe der Kaffee gegen den Alkohol geholfen, letztendlich half er jedoch nur gegen die begleitende Müdigkeit.

Quelle: Walter Krämer und Götz Trenkler: "Lexikon der populären Irrtümer", Eichborn-Verlag, 3. Auflage 1996, Frankfurt am Main

13. "Allein die Kalorienanzahl bestimmt ob wir zu- oder abnehmen"

Falsch. So oder so ähnlich war bislang das übereinstimmende Credo sämtlicher Ernährungsexperten und solchen die sich dafür hielten. Eine neue Studie der Northwestern University kam aber zu dem Ergebnis, dass auch die Uhrzeit der Kalorienaufnahme eine Rolle spielt. Der sogenannte zirkadiane Rhythmus, man könnte es als eine Art innere Uhr bezeichnen, beeinflusst erheblich, ob die zugeführten Kalorien zur Zunahme führen oder nicht. Untersuchungsobjekt waren Schichtarbeiter und andere Personen, die zur Nachtzeit arbeiten. Laut Ergebnis nahmen jene Personen tatsächlich schneller zu, weil sie in der Ruhephase des Körpers essen, was in der Natur so nicht vorgesehen ist.

Quelle: Artikel in Focus-Online 03.09.2009

14. "Kartoffeln und Brot machen dick "

Falsch. Zumindest Vollkornbrot und Kartoffeln sind sehr vitamin- und mineralstoffreich. Zwar beinhaltet beides mehr Kalorien als beispielsweise Gemüse, dadurch sättigt es aber auch wesentlich besser. Des weiteren enthalten sie kein Fett, was ebenfalls maßgeblich dazu beiträgt, dass man zunimmt. Nicht umsonst wird gerade übergewichtigen Menschen dazu geraten, viel von beidem zu essen, dann allerdings nicht in panierter Form wie Pommes oder Kroketten.

Quelle: Ernährungsmythen auf vitanet.de, Stand: 23.11.2009

15. "Obst macht nicht dick, man darf so viel davon essen wie man will "

Da sollte man vorsichtig sein: So pauschal gesprochen ist dies falsch. Zwar ist Obst grundsätzlich gesund, isst man aber begleitend zu den normalen Mahlzeiten viel Obst, läuft man Gefahr, seine Tagesmenge an Kalorien zu überschreiten. Folge ist dann, dass man zunimmt. Besonder süßes Obst wie Weintrauben oder Bananen enthalten mehr Kalorien als man landläufig annehmen würde. Besonders vorsichtig sollte man mit getrocknetem Obst sein: So enthalten 100 g Datteln ca. 275 kcal, getrocknete Aprikosen sogar 308 kcal.

Quelle: Ernährungsmythen auf vitanet.de, Stand: 23.11.2009

16. "Obst und Gemüse verliert immer mehr an Vitaminen und Mineralstoffen"

Dies wird oftmals behauptet, um den aktuellen Zeitgeist und die Konsumgesellschaft zu kritisieren. Oftmals wird dieser Mythos gezielt seitens der Bio-Lobby gestreut, um auf die eigenen, vermeintlich viel gesünderen, Produkte aufmerksam zu machen. Untersuchungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung im Jahre 2004 ergaben jedoch, dass in den Jahren von 1954 bis 2004 weder Obst noch Gemüse messbar wichtige Inhaltsstoffe eingebüßt haben. Der Mythos ist somit falsch.

Quelle: Ernährungsmythen auf vitanet.de, Stand: 23.11.2009

17. "Grüner Blattsalat ist sehr gesund"

Das ist ein weit verbreiteter Irrtum. Salat besteht - im Gegensatz zu anderem Gemüse - zu einem überwiegenden Teil aus Wasser und wenigen Nährstoffen. Besonders arm an Mineralien und Vitaminen ist Eisbergsalat. Feldsalat, Löwenzahn und Chicorée enthalten etwas mehr Betacarotin und Vitamin C, Endiviensalat etwas mehr Eisen. Vorteil für Abnehmwillige: Der Salat füllt den Magen und führt dadurch zu einem Sättigungsgefühl, auch wenn man fast "nichts" gegessen hat.

Quelle: Ernährungsmythen auf vitanet.de, Stand: 23.11.2009

18. "Das Wort "Sushi" bezeichnet rohen Fisch"

Diese weit verbreitete Ansicht ist leider falsch. Zwar isst man rohen Fisch wenn man landläufig sagt, man gehe "Sushi" essen, jedoch bezeichnet das Wort "Sushi" lediglich den Reis, der zur Zubereitung des Gerichts benutzt wird. Der rohe Fisch hingegen heißt "Sashimi". Da man beim Sushi essen jedoch eh mehr Reis als Fisch zu sich nimmt, spricht nichts dagegen, das Gericht auch weiterhin als Sushi zu bezeichnen, auch wenn es missverständlich wirkt.

Quelle: Sendung "Schau dich schlau", RTL 2, 20.12.2009, 17.00 Uhr

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