1. "Börsenverläufe sind vorhersehbar!"
Falsch! Die gesamte Börse lebt von einem gesunden Auf und Ab der Kurse. Ob es letztlich aufwärts oder abwärts gegangen ist, lässt sich definitiv erst nach Handelsschluss sagen. Folge von vorhersehbaren Aktienverläufen wäre ein Zusammenbruch des Finanzsystems. Das in Echtzeit verlaufende Handelssystem wird durch Umfeldgegebenheiten derart beeinflusst, dass es nicht vorhersehbar ist, wie gewisse Ereignisse den Kurswert beeinflussen, z.B. Terroranschläge und Kriege.
Quelle: C. Granger und O. Morgenstern: Predictability of stock market prices, Lexington 1970.
2. "Börsenprofis kennen sich besser aus!"
Falsch! Im Anschluss an obige Feststellungen kann nur festgehalten werden, dass niemand den Verlauf einer Aktie, eines Fonds oder anderer Anlageklassen vorhersagen kann. Zu vielfältig sind die Wechselwirkungen, denen der Finanzmarkt unterliegt. Somit ist der Ratschlag, sich stets und ausschließlich nach dem Urteil von Börsenprofis zu richten oftmals unzureichend, wenn nicht sogar falsch. Hier muss nämlich auch beachtet werden, dass die Finanzberater Provisionen für ihre Arbeit kassieren, die dann wiederum einen eventuellen Gewinn schmälern. In der momentanen Finanzkrise bekamen auch viele Anleger die Quittung für zu viel Vertrauen, selbst in die eigene Hausbank (siehe Lehman-Brothers). Von daher ist eher Vorsicht geboten bei "absolut wasserdichten" Anlagen. Nähere Details können Sie in der Quelle nachlesen und sich selbst eine Meinung hierzu bilden. Dies soll und darf natürlich nicht zu einem generellen Vertrauensverlust in die Finanzmärkte führen. Nach wie vor kann man dort effektiv sein Geld vermehren und sinnvoll investieren, sodass auch andere, nicht nur der eigene Geldbeutel, davon profitieren.
Quelle: Walter Krämer und Götz Trenkler: "Lexikon der populären Irrtümer", Eichborn-Verlag, 3. Auflage 1996, Frankfurt am Main
3. "Glühbirnen gegen Energiesparlampen austauschen spart kein Geld."
Falsch! Glühbirnen sind fast die ineffizienteste Art, Helligkeit zu erzeugen. Da bei Glühbirnen ein Großteil der Energie in Hitze und nicht in Helligkeit abgegeben wird, sind Energiesparlampen wesentlich effizienter bei verhältnismäßig geringen Stromkosten (1 ESL 7 Watt ersetzt 1 Glühbirne mit 40 Watt bei gleicher Helligkeit). Schon eine Glühbirne gegen eine Energiesparlampe austauschen bringt somit nicht nur etwas für den eigenen Geldbeutel, auch die Umwelt profitiert davon. Auch das alte Argument wegen Quecksilber ist heutzutage als Argument gegen ESL nicht mehr tragbar, da der Anteil Quecksilber bei modernen Lampen minimal ist (weniger als 1,5 mg). Richtig entsorgt, wird die Umwelt ebenfalls nicht belastet. Für ESL spricht auch ihre wesentlich längere Lebensdauer, wodurch eine ESL im Endeffekt mehrere Glühbirnen ersetzt, die ja auch erstmal hergestellt und ausgeliefert werden müssen und die Umwelt dadurch belasten. Moderne ESL sind zudem auch sofort richtig hell, brauchen also nicht mehr 1 Minute oder noch länger bis zur endgültigen Helligkeit. Zudem gibt es sie inzwischen in allen denkbaren Sockelgrößen und Formen und sogar dimmbar für Leselampen / Deckenlampen mit elektronischer Dimmung. Hinsichtlich des "kalten Lichts", was immernoch als Haupt-Argument gegen ESL vorgebracht wird, gibt es zu sagen, dass es inzwischen ESL in sämtlichen Lichttönen gibt, sprich in warmen Weißtönen oder am Tageslicht orientiert, was im Endeffekt eh am gesündesten ist. Dies bieten Glühbirnen nicht, ihr Licht ist stets gelblich und somit zwar gemütlich aber alles andere als natürlich.
Quelle: n-tv.de, Ökotest.de Stand: Februar 2009