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Medien

 

Mythen:

1. "Gewalttätige Spiele und Filme machen selbst gewalttätig"...click

2. "Medien sind unabhängig und objektiv "...click

 

 


 

1. "Gewalttätige Spiele und Filme machen selbst gewalttätig"

Falsch! Diese Behauptung hört man neuerdings sehr häufig, vor allem wenn es um die sogenannten Killerspiele geht. Viele, vor allem Politiker, machen gewalttätige Spiele oder auch Filme verantwortlich für eine (unterstellte) zunehmende Gewaltbereitschaft bei jungen Leuten. Fakt ist jedenfalls, dass es zwar diverse Untersuchungen zu diesem Thema gibt, eine hundertprozentige Kausalität wurde jedoch noch nicht wissenschaftlich bewiesen. Dies ist auch das Ergebnis in der Kriminologie. Gewalttätige Spiele könnten demnach allenfalls Auslöser, aber wohl niemals Ursache für gewalttätiges Verhalten sein. Demnach bleibt zu unterstellen, dass ein solcher Gewaltausbruch wohl auch dann aufgetreten wäre, wenn das Kind oder der Jugendliche kein solches Spiel gespielt hätte. Ein Auslöser hätte auch ein Streit mit anderen Personen, eine persönliche Niederlage oder sonstige Probleme sein können. Zudem ist ebenfalls nicht wissenschaftlich geklärt, ob solche Spiele die oben beschriebene Wirkung haben, oder ob nicht bestimmte Menschen mit bestimmten Wesensmerkmalen vermehrt solche Spiele spielen. Dies würde auch erklären, wieso viele Amokläufer an "School-Shootings" (Emsdetten) auffällig häufig Ego-Shooter gespielt haben: Die eine Seite sieht sich in ihrer Verbotsforderung hierdurch bestätigt, wonach die Spiele sie zu den Taten getrieben haben, die andere Seite entdeckt bei den Tätern lediglich übereinstimmende Wesensmerkmale, die sie besonders zugänglich für solche Spiele machen. Das psychische Problem (Außenseiter, zerrüttete Familienverhältnisse...) bestand demnach schon vor dem eigentlichen Konsum von solchen Spielen bzw. vor dem Amoklauf. Dies soll jedoch auch nicht heißen, dass lediglich psychisch gestörte Gewaltspiele konsumieren. Dies trifft keinesfalls zu.

Zudem bringen Gegner dieser negativen Auswirkungen vor, dass die Diskussion nur dazu führen soll, dass möglicherweise politisch unkorrekte Spiele (zum Beispiel die GTA-Reihe) und Filme aus der Medienlandschaft verschwinden sollen, um so die Gesellschaft "umzuerziehen" zu weniger Kriminalität und mehr Miteinander. Auch gibt es einige Vertreter der These, dass solche Spiele im Gegenteil dazu beitragen, dass Aggressionen abgebaut und nicht aufgebaut werden. Demnach haben Ego-Shooter die gleiche Funktion wie Kampfsport-Training und dienen quasi als Ventil für den Aggressionsabbau, nur eben weniger körperlich als vielmehr "mit Köpfchen".

Wie beschrieben, die Wissenschaft hat auf diese Frage noch keine 100%ige Antwort. Hierzu bestehen lediglich diverse Theorien, die überwiegend auf psychologische Lerntheorien gestützt werden. Eine definitive und immer zutreffende Aussage, wie in der Behauptung aufgestellt, ist jedoch sicherlich unzulässig.

2. "Medien sind unabhängig und objektiv "

Schön wäre es, doch leider ist diese Annahme falsch. Auch Medien unterliegen den Meinungen und Richtungen derer, die sie veröffentlichen, meist nicht ganz ohne Hintergedanken oder finanziellen Nutzen. Nicht umsonst gibt es Medien, die eher links oder eher rechts stehen oder sich vorwiegend einem bestimmten Thema verschrieben haben (siehe Prinzip der Fachzeitschriften). Dort wird dann meist sehr einseitig aus der jeweiligen fachlichen oder ideologischen Richtung berichtet, mit Objektivität oder Wahrheit hat dies dann kaum noch etwas zu tun. Es ist hierbei aber völlig logisch und menschlich, dass die eigene Meinung der Verfasser oder der Organisation mit in die Kolumnen oder Artikel mit einfließt, jedoch muss man sich dies als Leser auch stets bewusst machen und nicht alles für bare Münze nehmen. Profis gelingt die Beeinflussung mitunter schon so unterschwellig, dass Otto Normalverbraucher gar nicht merkt, dass er gerade in höchstem Maße beeinflusst wird. So kann auch schon die Tatsache, dass überhaupt erst über ein gewisses Thema berichtet wird höchst beeinflussend scheinen (man denke nur an all die Naturfilme, die seit den 70er Jahren den ökologischen Holocaust predigen oder FIlme über Afrika, die alleine dazu dienen, dem Westen ein schlechtes Gewissen zu bescheren). Jüngstes Beispiel ist die Schweinegrippe. Wenn man alleine von der Berichterstattung in den Medien ausgeht, dann dürfte man sich nicht mal mehr vor die Türe wagen...

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