1. "Gentechnisch veränderte Pflanzen sind gefährlich"
Falsch! Dass die Gentechnik im Bereich der Nahrungsmittelproduktion einen so schlechten Ruf genießt, haben wir wieder einmal überängstlichen Weltuntergangspropheten zu verdanken. Fakt ist, dass es bislang keine objektiven wissenschaftlichen Studien gibt, welche auf eine Gesundheitsgefahr durch grüne Gentechnik für den Menschen hinweisen. Begründet wird die Kritik ebenfalls, weil tiefgreifende Veränderungen in der Natur selbst befürchtet werden. Auch hier ist wieder die Angst ein dominierender Faktor, welcher eine sachliche und objektive Diskussion leider erschweren bis unmöglich machen. Einen interessanten Artikel zu dem Thema finden sie im Quellen-Link.
Quelle: Spiegel-Online am 02.03.2009
2. "Ameisen sind die stärksten Tiere der Welt"
Falsch! Zwar sind Ameisen verhältnismäßig starke Tiere, was man an der Größe der von ihnen transportierten Gegenständen sehen kann. Die stärksten Tiere im Verhältnis sind sie jedoch nicht. Biologen haben mit einfachen Tests herausgefunden, dass Ameisen das vierzigfache ihres Körpergewichtes tragen/schleppen können. Zum Vergleich: Bei einem Menschen von 70 kg wäre dies eine Masse von 2,8 Tonnen, also etwa ein schwerer Pkw bzw. Transporter. Stärkstes Tier der Welt und zugleich ein recht unbekanntes und gleichsam unbeliebtes, ist die Hornmilbe. Dieses Tierchen ist lediglich ca. 1 mm groß und kann das 1200-fache seines Körpergewichtes tragen. Auf den Menschen bezogen wäre dies vom Gewicht her ein Triebwagen eines Zuges. Dieses kleine Tier belegt somit den Spitzenplatz in der Rangliste der stärksten Tiere der Welt bezogen auf ihr eigenes Gewicht.
Quelle: Pro 7-Sendung "Galileo"vom 22.04.2009, 19.15 Uhr
3. "Bienen sterben nach dem ersten Stich"
Richtig. Bienen haben am Ende ihres Stachels einen Widerhaken, der sich bei einem Stich im Gewebe des Opfers verfängt. Beim Versuch wegzufliegen, reißt sich die Biene dann den kompletten Stachel inklusive der anhängenden Giftdrüse heraus, was gleichzeitig ihren Tod bedeutet.
Quelle: Pro 7-Sendung "Galileo"vom 22.04.2009, 19.15 Uhr
4. "Spinnen überleben im Staubsaugerbeutel"
Diese weit verbreitete Legende stimmt nicht. Vor allem Horror-Szenarien mit ganzen Spinnenkolonien, die sich dort einnisten und heimlich aus dem Sauger kriechen, gehören eher in die Schublade Horrorfilm. Die Spinnen überleben im Staubsaugerbeutel lediglich kurze Zeit, da ihnen mit der Zeit darin die Luft ausgeht. Zudem werden sie während dem Saugbetrieb durch den vorherrschenden Sog gegen die Innenwand des Beutels gepresst und gleichzeitig mit eingesaugtem Staub und anderen Kleinteilen "bombardiert". Neben dem Sauerstoffmangel werden sie also gerade zu "zerschossen". Ob und wie die Spinnen aber andere Saugtechnologien (Vakuum / Wasserfilter usw.) überstehen, bleibt an dieser Stelle offen. Bei regulären Beuteln haben die Tierchen jedoch keine Chance.
Quelle: Pro 7-Sendung "Galileo"vom 22.04.2009, 19.15 Uhr
5. "Hummeln können nicht stechen"
Falsch. Tatsächlich haben die weiblichen Hummeln einen sogenannten Wehrstachel, welcher sich aus dem Eiablageapparat entwickelt. Mit diesem können sie in Notsituationen auch stechen. Die männlichen Hummeln hingegen haben keinen Stachel. Warum sich dieser Mythos so hartnäckig hält, liegt daran,dass weibliche Hummeln eine sehr hohe Aggressionsschwelle haben. Man muss sie schon sehr stark reizen, bevor sie ihren Stachel einsetzen. Daher kommt es nur selten zu Hummelstichen, sie sind einfach zu gutmütig und friedlich. Bienen und Wespen benutzen ihren Stachel wesentlich früher. Der Mythos ist also falsch, theoretisch können auch (weibliche) Hummeln stechen.
Quelle: Pro 7-Sendung "Galileo" vom 22.04.2009, 19.15 Uhr
6. "Zecken lauern auf Bäumen"
Falsch. Zecken besteigen ihren Wirt vom Boden aus. Hierzu sitzen sie auf Gras (-spitzen) oder im Unterholz und warten, bis sich ein Opfer nähert. Beim Vorbeigehen streift das Opfer dann die lauernde Zecke mit ab. Von da an sucht sich das Spinnentier dann seine Stelle auf dem Wirt, wo sie sich festsetzt und die Nahrungsaufnahme beginnt. Wenn sie tatsächlich auf Bäumen lauern würde, wäre hierzu ein viel zu großer Koordinationsaufwand, von der korrekten Flugbahnberechnung bis zum exakten Absprungmoment, erforderlich, missglückte Sprünge wären vorprogrammiert. Da ist das Lauern am Boden wesentlich effektiver und Kräfte schonender. Wer dies selbst überprüfen möchte nehme einfach nur ein großes weißes Tuch und ziehe dies durch eine Wiese hinter sich her. Dieses sollte dann die eine oder andere abgestreifte Zecke aufweisen.
Quelle: Pro 7-Sendung "Galileo" vom 22.04.2009, 19.15 Uhr
7. "3 Hornissen können einen Menschen töten, 7 ein Pferd"
Das ist falsch. Zwar ist der Stich einer Hornisse wesentlich schmerzhafter, da der Stachel viel größer ist, als der einer Biene, aber nicht aufgrund des Giftes. Tatsächlich haben Hornissen sogar weniger Gift als Bienen und Wespen. Sollten tatsächlich Todesfälle nach einem Stich auftreten, dann dürfte vielmehr eine allergische Reaktion dafür verantwortlich sein.
Quelle: Geolino, Artikel "Irrtümer über Wespen, Stand: 04.09.2009
8. "In Afrika gibt es keine Gletscher "
Leider falsch. Afrika besitzt eine Gletscherfläche von ca. 13 Quadratkilometern. Allerdings befindet sich fast die gesamte Fläche ausschließlich auf dem Kilimandscharo. Von allen Kontinenten hat alleine Australien keine Gletscher. Hierbei gilt es auch zu beachten, dass das Klima in Afrika nicht immer so trocken und heiß war. So gab es auch Zeiten zwischen den Jahren 800 und 1010 n. Chr., in denen der Nil zugefroren war.
Quelle: Isaac Asimov: Buch der Tatsachen, Bergisch-Gladbach 1981.
9. "Schwarze haben einen längeren Penis als Weiße "
DIeses Vorurteil wird an vielen Stellen gepflegt und aufrechterhalten ist aber falsch. Grund dafür, dass das Gerücht aufkam, ist eine optische Täuschung, welche daher kommt, dass der Penis von Schwarzen in der Regel weniger elastisch ist als der der weißen Geschlechtsgenossen. Bei schwarzen Männern hängt der Penis im schlaffen Zustand einfach herab, bei weißen zieht er sich aufgrund seiner besonderen Elastizität zusammen und wird dadurch kleiner und kürzer. Dies wirkt dann so, als ob der Penis von schwarzen länger wäre, wohl gemerkt im schlaffen Zustand. Anders hingegen sieht es beim errigierten Glied aus. Dort wächst der Penis von Schwarzen kaum noch, während er bei Weißen teils erheblich an Größe zulegt, teils mehr als das Doppelte. Im errigierten Zustand bestehen somit keine Größenunterschiede mehr.
Quelle: Werner Bartens, "Lexikon der Medizinirrtümer, Eichborn Verlag 2004, ISBN: 3-8218-3922-8
10. "Hummer schreien wenn sie in kochendes Wasser gegeben werden vor Schmerz"
Dieses Missverständnis ist weit verbreitet, aber falsch. Demnach hält sich seit Generationen das Gerücht, dass Hummer, die bekanntlich lebendig in kochendes Wasser gegeben werden, vor Schmerzen schreien, sobald sie ins Wasser eingetaucht werden. Allerdings hört man tatsächlich ein Zischen, welches dann menschlich logisch als Schrei identifiziert wird. In Wahrheit jedoch ist dies kein Schrei, sondern Luft, die aus dem Panzer des Hummers entweicht, wenn dieser ins heiße Wasser kommt. Die Luft sammelte sich unter dem Chitinpanzer im Schwanzbereich und entweicht aufgrund des Druckunterschiedes im kochenden Wasser. Zum Thema Schmerzen: Hummer gehören zur Gruppe der Wirbellosen. Diese Tiere gibt es schon seit Millionen von Jahren auf der Welt. Was diese urtümlichen Lebewesen auszeichnet ist, dass diese kein Schmerzzentrum besitzen, also überhaupt keinen Schmerz empfinden können, da die entsprechenden Nervenleitungen fehlen. Schon auch aus diesem Grund kann es so etwas wie einen Schmerzensschrei bei Hummern nicht geben.
Quelle: Sendung "Schau dich schlau", RTL 2, 20.12.2009, 17.00 Uhr
11. "Unsere heutigen Lebensmittel sind natürlich"
"Eine natürliche Kartoffel oder einen wilden Apfel kann man nicht essen. Viele der Ahnen unserer Kulturpflanzen enthalten sogar lebensgefährliche Gifte. Um sie essbar zu machen begannen die Menschen vor cirka 10 000 Jahren durch Zucht ihr Erbgut zu verändern. Oftmals so stark, dass unsere heutiges Getreide, Obst und Gemüse keinerlei Ähnlichkeit mehr mit den Ursprungspflanzen besitzt. Beim Mais war lange unklar, aus welchem wilden Gewächs er geschaffen wurde. Durch den Einfluss der Züchtung sind viele Nutzpflanzen in der Natur nicht mehr lebensfähig. Heute sind viele Nutzpflanzen und Stalltiere Hybride, sie werden durch die Kreuzung mit reinerbigen Inzuchtlinien erzeugt. Vor der Gentechnik konnte man nur zufällige Mutationen nutzen, um besseren Geschmack oder höhere Erträge zu erreichen. Im Laufe des 20. Jahrhunderts beschleunigte man die Züchtung, indem man durch Chemikalien oder radioaktive Bestrahlung das Erbgut veränderte. So entstanden viele Tausend Mutationen, aus denen man die wenigen nützlichen heraussuchte und für die weitere Züchtung verwendete. In der Vergangenheit wurden neu entwickelte Sorten und auch Obst und Gemüse, das aus anderen Kontinenten eingeführt wurde, nie auf ihre Sicherheit für Mensch und Natur geprüft."
Zitat aus: "Welt Online", Artikel "Zehn populäre Irrtümer über die Gentechnik", vom 19.04.2009
12. "Nur Gentechnik überwindet die Artgrenzen"
"Auch bei der konventionellen Züchtung wurden bereits Artgrenzen überwunden. So ist die besonders im Biolandbau beliebte Triticale ein Mischwesen aus Weizen und Roggen. Auch Schafe und Ziegen können auf herkömmliche Weise gemeinsame Nachkommen hervorbringen, obwohl es unterschiedliche Tierarten sind. In der Biologie wird der alte Artbegriff derzeit grundsätzlich in Frage gestellt. Immer mehr Wissenschaftler sind der Ansicht, dass es in der Natur keine starren Artgrenzen gibt, sondern fließende Übergänge zwischen den Organismen bestehen. Demnach wäre „Art“ ein theoretischer Begriff. Richtig ist, dass bei gentechnischen Verfahren die Gene verwandtschaftlich weit voneinander entfernter Lebewesen übertragen werden können. Etwa von einer Bakterie in den Mais. Dazu sollte man jedoch wissen, dass viele Lebensbausteine ohnehin in der Mehrheit aller Organismen enthalten sind. So besteht das menschliche Erbgut aus vielen Genen, die auch Pflanzen in sich tragen."
Zitat aus: "Welt Online", Artikel "Zehn populäre Irrtümer über die Gentechnik", vom 19.04.2009
13. "Deutschland ist gentechnikfrei"
"Auch die Deutschen essen tagtäglich Tausende von Lebensmitteln, die gentechnisch erzeugte Bestandteile enthalten oder mit gentechnischen Verfahren hergestellt wurden. Die Gentechnik ist aus der Lebensmittelproduktion nicht mehr wegzudenken. Enzyme, Aminosäuren, Vitamine und andere Prozess- und Inhaltsstoffe werden längst gentechnisch erzeugt. So wird beispielsweise Lab (ein Enzymgemisch, das für die Käseherstellung notwendig ist und früher nur aus Kälbermägen hergestellt werden konnte) heute häufig aus gentechnisch veränderten Mikroorganismen erzeugt. Auch das Soja, Hauptbestandteil des Kraftfutters für Milchkühe, Mastbullen, Schweine und Hühner, stammen größtenteils aus gentechnisch veränderten Pflanzen. Baumwollprodukte (Wäsche, Tampons, Geldscheine) ebenso. Gentechnik ist in der Medizin selbstverständlich geworden. Wichtige Medikamente werden auf diese Weise erzeugt, das bekannteste ist Insulin für Diabetiker."
Zitat aus: "Welt Online", Artikel "Zehn populäre Irrtümer über die Gentechnik", vom 19.04.2009
14. "Bauern müssen das Gentechnik-Saatgut von Agrarkonzernen einkaufen"
"Das ist richtig, aber war schon vor der Gentechnik so. Die meisten Bauern Westeuropas und Nordamerikas haben längst damit aufgehört, einen Teil der Samen aufzubewahren, um sie im nächsten Jahr auszusäen. Beim Mais sind nur noch besonders ertragreiche Hybrid-Sorten üblich, die durch von Saatgutfirmen erzeugt werden. Auch bei Kartoffeln, Raps, Zuckerrüben und Roggen sind Hybridsorten weit verbreitet. Landwirte erwerbend das teurere zertifizierte Saatgut, weil es sich lohnt. Die Züchtungsforschung führt im Durchschnitt zu einem Ertragszuwachs von ein bis zwei Prozent im Jahr."
Zitat aus: "Welt Online", Artikel "Zehn populäre Irrtümer über die Gentechnik", vom 19.04.2009
15. "Indische Bauern begehen Selbstmord, weil ihnen Gentechnik-Baumwolle aufgezwungen wird"
"Diese Behauptung wurde von der Anti-Gentechnik-Aktivistin Vandana Shiva verbreitet, die in Europa und Amerika sehr prominent ist. Sie empfiehlt Indien ein Zurück zu kleinbäuerlichen Selbstversorgung. Richtig ist: Es gibt in Indien Tausende von Bauern-Selbstmorden. Die Ursache ist häufig Überschuldung, weil die Kleinbauern um Pestizide, Saatgut oder Geräte zu erwerben zu Kredithändlern gehen, die Wucherzinsen nehmen. Das war schon vor der Zulassung der Gentechnik-Baumwolle so. Die Zahl der Selbstmorde blieb konstant. Der durchschnittliche Ertrag auf den Baumwollfeldern stieg jedoch von 300 auf 550 Kilogramm pro Hektar. Nach Angaben der indischen Regierung benötigten die Bauern dadurch deutlich weniger Pestizide."
Zitat aus: "Welt Online", Artikel "Zehn populäre Irrtümer über die Gentechnik", vom 19.04.2009
16. "Durch Gentechnik sterben mehr harmlose Insekten"
"Das Gegenteil ist richtig. Während viele Pestizide auch nützliche oder harmlose Insekten töten, wirkt die Gentechnik gezielter. Beim jetzt verbotenen Bt-Mais beispielsweise, ist ein Gen des Bacillus thuringiensis (Bt) eingebaut, das ein für manche Insekten giftiges Protein hervorbringt. Allerdings sind nur die betroffen, die den Mais auch anfressen. Im Jahr 2000 sorgte eine Studie an nordamerikanischen Monarchfaltern für Furore, die angeblich durch den Mais gefährdet waren. Das wird auch heute noch häufig behauptet. Doch weitere Forschungen widerlegten die Behauptung. Es stellte sich heraus, dass den Schmetterlinge im Labor mit hohen Dosen des Bt-Proteins zwangsgefüttert worden waren: Eine unrealistische Situation. Auf freiem Feld kommen die Monarchfalter sehr selten mit den Pollen in Kontakt, zumal ihre Flugsaison sich kaum mit der Blütezeit der Maispflanzen überschneidet.
Die Studien aus Luxemburg und der Schweiz, auf die sich Landwirtschaftministerin Ilse Aigner bei ihrem Verbot beruft, werden von vielen führenden Wissenschaftlern ebenfalls als unzureichend kritisiert. Den Marienkäfern, Schmetterlinge und Wasserflöhe seien enorm großen Mengen des Giftes verabreicht worden, das durch das Bt-Protein gebildet wird. Die Käfer hätten das Gift in reiner Form auf ihre Futtertiere gesprüht bekommen. Der Wissenschaftliche Auseinandersetzung hält an, wobei die große Mehrheit der Experten den Mais für völlig sicher hält, darunter – wie inoffiziell bekannt wurde - die in Deutschland zuständige Fachbehörden Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit und Julius Kühn-Institut."
Zitat aus: "Welt Online", Artikel "Zehn populäre Irrtümer über die Gentechnik", vom 19.04.2009
17. "Gentechnik-Mais schadet der Biene und verunreinigt den Honig"
"In den Anti-Gentechnik-Gruppen sind einige Imker besonders aktiv. Sie behaupten, dass ihr Honig unverkäuflich würde, wenn Gen-Mais-Pollen hineingeraten. Die Bienen selbst habe kein Problem mit diesen Pollen. Es konnte nachgewiesen werden, dass sie die Bt-Proteine in vielfach erhöhter Konzentration vertragen. Auch ist Mais grundsätzlich nicht sonderlich attraktiv für Bienen. Dennoch kann Honig geringe Mengen Maispollen enthalten.
Der Gesamtpollenanteil (von allen Pflanzen) beträgt bis zu 0,5 Prozent. Für die protestierenden Imker stellen Gen-Mais-Pollen eine „Verunreinigung“ dar, derentwegen sie ihren Honig wegwerfen müssten. Doch viele Verbraucher kaufen bereits Honig, der solche Pollen enthält, denn der meiste Honig in deutschen Läden kommt aus dem Ausland. Kanada und die USA gehören zu Importländern. Da dort im großen Stil nicht nur Gentechnik-Mais sondern auch Gentechnik-Raps (den die Bienen gern anfliegen) angebaut wird, essen die Deutschen bereits Honig mit Pollen gentechnisch veränderter Pflanzen."
Zitat aus: "Welt Online", Artikel "Zehn populäre Irrtümer über die Gentechnik", vom 19.04.2009
18. "Unliebsame Forschungsergebnisse werden unterdrückt"
"Diese These wird zumeist mit der sogenannten Pusztai-Affäre belegt. Árpád Pusztai ist ein britischer Wissenschaftler, der mögliche Wirkungen einer gentechnisch veränderten Kartoffelsorte (die nie in den Handel kam) auf die Gesundheit von Ratten untersuchte. Er stellte dabei Wachstumsverzögerungen und eine verringerte Immunantwort fest und verkündete dies sogleich im Fernsehen. Das Rowett Research Institute der Universität Aberdeen entließ ihn daraufhin. Aus seiner Sicht, um die Ergebnisse zu unterdrücken. Aus Sicht des Instituts, weil er das Fernsehen vor der wissenschaftlichen Veröffentlichung informiert hatte. Pusztais Ergebnisse sind bis heute umstritten. Andere Wissenschaftler bezweifeln die Signifikanz seiner Versuche. Ähnlich verhält es sich mit einer Studie an Mäusen der Veterinärmedizinischen Universität Wien. Man fütterte sie mit einer bestimmten Sorte Gentechnik-Mais, worauf ihre Nachkommen weniger Junge bekamen. Die Studie wurde ebenfalls schon vor der Fachveröffentlichung von Aktivisten sehr lautstark als Argument gegen Gentechnik eingesetzt. Die Wissenschaftler selbst distanzierten sich allerdings davon. Andere Forscher kritisierten den Versuchsaufbau, der ihrer Ansicht nach wichtige Einflussgrößen unberücksichtigt ließ."
Zitat aus: "Welt Online", Artikel "Zehn populäre Irrtümer über die Gentechnik", vom 19.04.2009