1. "Anonymes Surfen schützt die Privatsphäre "
Falsch! Viele nutzen sogenannte Anonymisierungsdienste wie zum Beispiel JAP, um vermeintlich unerkannt durchs Web surfen zu können, meist auch mit nicht gerade legalen Hintergedanken. Durch solche Dienste werden nicht die eigene IP, sondern eine Tarn-IP übermittelt. Was viele aber nicht wissen ist, dass es für den eigenen Provider trotz des Einsatzes solcher Dienste nicht das geringste Problem darstellt, den Anschlussinhaber zu identifizieren.
Quelle: PC Welt-Artikel vom 27.11.2009, Thema: 10 PC-Mythen enttarnt, Stand: 05.01.2010
2. "Den laufenden Rechner abschalten ist schädlich"
Es ist immer ärgerlich, wenn der Rechner sich eines Tages einfach aufhängt. Aber darf man nun einfach per Power-Schalter das System neu starten? Ja, darf man. Entgegen weit verbreiteter Gerüchte tragen weder der Prozessor noch die Festplatten Schäden davon. Einzig die nicht abgespeicherten Daten gehen verloren, was beispielsweise bei umfangreicheren Arbeiten fatal sein kann. Einen physischen Schaden erleidet der PC aber definitiv nicht.
Quelle: PC Welt-Artikel vom 27.11.2009, Thema: 10 PC-Mythen enttarnt, Stand: 05.01.2010
3. "Gratis-Software ist grundsätzlich schlechter als kommerzielle"
Diese Faustregel trifft mittlerweile im Zusammenhang mit PC-Technik nicht mehr zu. Beispielsweise beinhaltet das kostenlose OpenOffice zwischenzeitlich nahezu alle Funktionen der Microsoft Office Produkte und ist zwischenzeitlich auch voll kompatibel zur MS-Software. Wenn man bedenkt, dass man für die Office-Produkte nahezu 100 Euro berappen muss, ist es mehr als eine Überlegung wert, an einen Umstieg zu denken. So ersetzt OpenOffice Word, Excel und Powerpoint zuverlässig. Gerade für Studenten sollte dieser Fakt von Interesse sein.
Quelle: PC Welt-Artikel vom 27.11.2009, Thema: 10 PC-Mythen enttarnt, Stand: 05.01.2010
4. "Die volle WLAN-Geschwindigkeit steht immer zur Verfügung"
"Mit dem neuen n-Standard (802.11n) versprechen Hersteller von WLAN-Routern ein Tempo von 300 Mbit pro Sekunde. Theorie und Praxis sind hier zwei Paar Schuhe: Bei Funknetzwerken bereiten die oft unterschiedlichen Sende- und Empfangsstandards Probleme. Auch die Verschlüsselung kostet zusätzlich Bandbreite. Außerdem ist der Datendurchsatz von der Reichweite und Umgebungsfaktoren (Wände, Türen etc.) abhängig. Die Faustregel: Die angegebenen Übertragungsraten der Hersteller reduzieren sich in der Praxis im Idealfall auf etwa die Hälfte.
WLAN beschleunigen
Nicht nur dicke Wände und alte Hardware können das WLAN im Schneckentempo kriechen lassen - selbst das WLAN-Netzwerk des Nachbarn kann Ihren Drahtlos-Internet-Zugang spürbar verlangsamen. In dem Fall sollten Sie den Funk-Kanal im Router-Menü wechseln."
Quelle: PC Welt-Artikel vom 27.11.2009, Thema: 10 PC-Mythen enttarnt, Stand: 05.01.2010
5. "Teure Kabel mit Goldkontakten liefern ein besseres Bild bzw. einen besseren Ton als herkömmliche Kabel"
Das ist ein weit verbreiteter Irrtum von selbst ernannten Video- bzw. Audio-Gourmets. Diese schwören auf ein besseres Bild/Ton bei z.B. teuren HDMI-Kabeln bzw. bei teuren Audio-Kabeln. Demnach könne man einen eindeutigen Unterschied in Sachen Qualität heraushören oder sehen. Grund genug um diese Behauptung wissenschaftlich einmal zu überprüfen. Hierzu wurde ein Audio-Kabel für 1800 Euro (!) mit Goldkontakten, besonders alten Kupferdrähten und Seidenummantelung im Vergleich zu einem Kabel im mittleren Preissegment für 16 Euro und einem günstigen Kabel für 2 Euro getestet. Ergebnis: Mittels eines elektonischen Audio-Analyzers wurden die übertragenen Signale ausgewertet, Ergebnis war, dass alle drei Kabel eine absolut identische Qualität lieferten. Auch subjektiv konnte von den Hörern keinerlei Unterschied wahrgenommen werden. Somit ist das teure Kabel was die Übertragung betrifft ihr Geld keinesfalls wert.
Wichtig bei Audio-Kabeln ist, dass der einheitliche Standard RG59/U erfüllt wird und dass die Kabel gut im Gerät stecken bleiben und nicht locker sind. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, ist es völlig egal, wieviel das Kabel kostet, hier gilt dann je billiger desto vernünftiger.
Quelle: Sendung "Abenteuer Leben", Thema: Technikmythen; Kabel 1, 19.05.2010, 18.00 Uhr
6. "Je schneller der Prozessor, desto schneller ist der Computer"
Diese Weisheit galt früher einmal. Dort ging es tatsächlich lediglich um den Chip-Takt und die Gigahertz-Anzahl des Rechners. Heutzutage ist diese Behauptung aber falsch. Viel wichtiger als ein schneller Prozessor ist das Zusammenspiel der einzelnen Komponenten im PC, da diese sich sonst auch gegenseitig ausbremsen können. Wenn das Motherboard, der Arbeitsspeicher und die Grafikkarte gut zusammenarbeiten, kann der PC unterm Strich wesentlich schneller sein, als ein neuerer PC mit einem schnelleren Prozessor mit langsamerer Grafikkarte bzw. wenn die Komponenten nicht optimal zusammenarbeiten. Gerade bei aktuellen 3D-Videospielen ist die Grafikkarte wesentlich wichtiger als der Prozessor, da heutige Grafikkarten viele Arbeitsvorgänge selbst übernehmen.
Quelle: Sendung "Abenteuer Leben", Thema: Technikmythen; Kabel 1, 19.05.2010, 18.00 Uhr
7. "Plasma-TVs brauchen mehr Strom als LCD-TV"
Dies ist falsch. Zunächst zu der Technik: Bei LCDs wird Licht von der Rückwand des Gerätes durch Flüssigkristalle nach vorne geworfen. Hierbei wird immer nur an bestimmten Stellen das Licht durchgelassen, dadurch entsteht dann das sichtbare Bild. Bei Plasma-TVs geben die Bildpunkte selbst das Licht ab. Dies wird durch glühendes Gas erzeugt, das sog. Plasma. Dieses glühende Gas verbraucht Strom. Wie hoch dieser Stromverbrauch ausfällt hängt aber in erster Linie von dem dargestellten Bild ab. In der Regel verbrauchen heutige Geräte bei normalem TV-Programm ungefähr gleich viel Strom. Je heller das dargestellte Bild allerdings wird (höherer Weiß-Anteil), desto mehr verbraucht dann der Plasma-Bildschirm. Bei dunklen Bildern allerdings verbraucht der LCD mehr, da bei ihm das Hintergrundlicht trotzdem leuchtet, nur eben nicht durchgelassen wird. Bei Plasmas verbrauchen schwarze Stellen jedoch keinen Strom, die Bildpunkte glühen dann einfach nicht. Dies ist auch der Grund, weshalb das Schwarz bei Plasma-TVs besser aussieht und richtig "schwarz" ist als bei LCDs.
Quelle: Sendung "Abenteuer Leben", Thema: Technikmythen; Kabel 1, 19.05.2010, 18.00 Uhr
8. "Je mehr Megapixel die Kamera hat, desto besser ist das Bild"
Das ist leider falsch, galt jedoch eingeschränkt in der jüngeren Vergangenheit. So hat die Stiftung Warentest herausgefunden, dass die aktuellen Kameras mit mehr als 10 Megapixeln teils sogar schlechtere Bilder machen, als ältere Geräte mit beispielsweise 6-8 Megapixel, was als optimal gilt. Grund hierfür ist die höhere Fehlerquote bei der Darstellung des Bildes auf dem Chip. Bei Digitalkameras wird das Bild nicht auf einem Film, sondern auf einem Chip gespeichert. Je mehr "Bildpunkte" (Pixel) auf diesen Chip geschrieben werden müssen, desto höher fällt die Fehlerquote beim Beschreiben des Chips aus. Konsequenz sind dann Pixelfehler im Bild, welche die Qualität insgesamt schlechter erscheinen lassen. Daher wird teilweise sogar zu älteren Geräten geraten, die es auf dem Markt zwischenzeitlich nur noch gebraucht gibt. Es bleibt abzuwarten, bis die Industrie dieses Problem beheben kann.
Quelle: Sendung "Abenteuer Leben", Thema: Technikmythen; Kabel 1, 19.05.2010, 18.00 Uhr